Qualifikationsziele

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Das Masterstudium bereitet in Verbindung mit dem vorausgegangenen Studium auf eine verantwortungsvolle Tätigkeit im Bereich der Bauerhaltung und der Denkmalpflege oder auf eine Tätigkeit vor, die damit in Beziehung steht. Das Studium hat die Entwicklung von theoretischen, methodischen und praxisnahen Kernkompetenzen zum Ziel, vornehmlich bezogen auf den regionalen Objekt- und Denkmalbestand des Partnerlandes Usbekistan. Die Studierenden weisen durch den erfolgreichen Abschluss des Masterstudienganges Sachkenntnis und Planungskompetenz nach, alte Bausubstanz wissenschaftlich zu bewerten und hinsichtlich ihrer baugeschichtlichen Bedeutung einzuordnen. Sie sind im Stande, komplexe Zusammenhänge zu erkennen. Sie kennen die Grundlagen denkmalpflegerischen Vorgehens und können denkmalgeschützte Objekte bewerten, Lösungsvorschläge erarbeiten und zur Umsetzung führen. Sie werden befähigt, aus aktuellen Nutzungsbestrebungen und bestandserhaltenden Erfordernissen heraus unter Berücksichtigung des städtebaulichen Umfeldes selbstständig Maßnahmen zu planen.

Das Studium führt zu vernetztem Denken und bietet Zugang zu interdisziplinärem sowie forschungsorientiertem Handeln. Die Studierenden werden zu einem sensiblen Umgang mit historischer Bausubstanz befähigt, lernen gesellschaftspolitische Aspekte zu beachten, wobei sie die Handlungsspielräume in Usbekistan reflektieren können. Für die von der deutschen und internationalen Seite kritisch eingeschätzten Aspekte der Denkmalpflegepraxis in Usbekistan ist es das Ziel, langfistig einen "Wandel durch Annäherung" zu bewirken. Die Absolventen verfügen dabei über das notwendige Fachwissen unterschiedlicher Bereiche des Bauens im Bestand, um diesen Wandel in ihrem Wirkungsbereich vorzubereiten. Sie erlangen methodische sowie generische Kompetenzen.

Persönlichkeitsentwicklung ist ein Bildungsziel. Insbesondere durch Projektarbeiten wird Praxisbezug hergestellt: In gemischten interkulturellen Teams - gemischt in Bezug auf unterschiedliche Erstabschlüsse - entsteht Diskussionsfähigkeit, Sozialkompetenz und selbstständiges Handeln sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit. Toleranz und Weltoffenheit werden befördert u.a. durch die persönliche Erfahrung eines anderen Kulturraumes, Regierungs- und Hochschulsystems, auch durch z. B. die Auseinandersetzung mit dem Einfluss der christlichen Religion auf europäische Sakralbauten. In den Lehrveranstaltungen steigern Diskussionen und Feed-Back-Runden die Fähigkeit zur Auseinandersetzung und zur Vertretung eigener Standpunkte. Soziale Kompetenz, Weltoffenheit und Toleranz in Verbindung mit fundierten theoretischen Kenntnissen befähigt die Studierenden somit zum zivilgesellschaftlichen Engagement.

Hinzukommend erlangen die Studierenden die deutsche Sprachkompetenz in Wort und Schrift auf dem Sprachniveau TestDaF4 oder DSH2. Die entsprechende Fachterminologie wird beherrscht.

Das Studium soll den beruflichen Erfordernissen folgender öffentlicher und privater Stellen insbesondere im Partnerland Usbekistan Rechnung tragen:

  • Staatliche Bauverwaltungen und Planungsämter,
  • Architektur- und Ingenieurbüros, Stadtplanungsbüros,
  • Überregionale und regionale Denkmalschutzabteilungen, -behörden und –ämter,
  • Träger von Bauerhaltung und Denkmalpflege in geistlicher oder sonstiger, nicht staatlicher Objekthoheit,
  • Träger wissenschaftlicher oder lehrender Tätigkeiten in der Bauerhaltung und Denkmalpflege,
  • Träger von Aufgaben in der Vermittlung des baulich-kulturellen Erbes.

Die Qualifikationsziele sind öffentlich zugänglich. Im Modulhandbuch sind sie bezogen auf die einzelnen Veranstaltungen ausgewiesen. Die fachbezogenen Bildungsziele finden sich in der Studien- und Prüfungsordnung und sind - insbesondere auch die Qualifikationsziele in Hinblick auf Persönlichkeitsentwicklung und auf zivilgesellschaftliches Engagement - im Internetauftritt des Studiengangs veröffentlicht.