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Die Erlangung von Planungskompetenzen in der Bauerhaltung und Denkmalpflege ist das oberste Ziel des deutschsprachigen Sonderstudienganges. Die durchgängige Befähigung der Studierenden in der Handlungskette Erkennen, Erfassen, Erhalten und Ertüchtigen ist daher ein Grundanliegen.

Zustandserfassung

Das Studium zielt hier darauf ab, die Studierenden dazu zu qualifizieren, historische wie auch jüngere Bauwerke sowie städtische und ländliche Siedlungsstrukturen und Baugruppen unter Berücksichtigung folgender Merkmale zu analysieren:

  • architektonischer, baumeisterlicher und städtebaulicher Entwurfsgedanke,
  • Baukonstruktion und Tragwerk; Bewertung, Erhaltung, Ertüchtigung,
  • verwendete Hauptbaustoffe und ihre Eigenschaften,
  • besondere Techniken und Dekormaterialien der Architekturoberfläche.

Entwurf und Planung von Maßnahmen

Die Studierenden werden befähigt, aus dieser Analyse heraus planerische, denk­malpfleg­erische und organisatorische Vorgaben für die Erhaltung, die Sanierung und das Objekt­management einerseits sowie die Restaurierung und Konservierung andererseits zu entwickeln:

  • denkmalgerechte Planung und architektonischer Entwurf von Sicherungs-, Erhaltungs-, Instandsetzungs- und Ergänzungsmaßnahmen in den Kategorien Bauwerk, Baudenkmal, Stadt- und Siedlungsraum,
  • Konzeption ingenieurtechnischer Maßnahmen (Planungsgrundsätze, Methoden, Verfahren, Risiken)
  • Konzeption konservatorisch-restauratorischer Maßnahmen (Planungsgrundsätze, Methoden, Verfahren, Risiken)

Leitbilder wie z.B. Beachtung lokaler Traditionen, Stabilität und Dauerhaftigkeit, ästhetischer Reichtum sowie bauliche Zweckmäßigkeit spielen hier eine gewichtige Rolle.

Beispielhafte Module des Curriculums

Das Curriculum bietet die Chance eine hervorragende, breite wissenschaftliche und prak­tische Fachkompetenz zu erlangen. Es ist von europäischem Know-how geprägt aber gleich­zeitig an lokalen Ressourcen orientiert. Die Spezialisierung lässt neben Grundlagenfächern bewusst Individualität zu. Das Curriculum bietet folgende Studieninhalte:

  • Theorien und Grundlagen der Bauerhaltung und Denkmalpflege,
  • historische Bauforschung,
  • Bauwerksdiagnostik,
  • Methoden und Techniken der Bauerhaltung, alternativ: Planen in der Denkmalpflege,
  • nachhaltige Nutzung von Baudenkmälern,
  • studienbegleitende Deutsch-Sprachkurse,
  • Frühlingscamp, Semesterprojekt, Praktikum,
  • Allgemeine Schlüsselkompetenzen.

Das Lernangebot wird erweitert durch Fächer aus den Themengebieten der Kunst- und Kul­turgeschichte sowie der Bauformen und Bautypologien Mittelasiens, der historischen Bau­konstruktion, der Bauphysik, der Bauchemie, der historischen Werkstoffkunde sowie aus Wirtschaft und Recht. Zudem werden vertiefte Kenntnisse in der wissenschaftlichen Methodik vermittelt.

Das Deutschlandsemester bietet außerdem die Möglichkeit der fachlichen Spezialisierung, da die Gruppe der Studierenden auf die Hochschulstandorte Potsdam und Bamberg sowie Dresden und Weimar aufgeteilt wird.

Hochschulpaar I:

Fachhochschule Potsdam und Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Spezialisierung Bauforschung und Bauerhaltung: ingenieurtechnische und restauratorische Fragen der Bauerhaltung und –denkmalpflege mit dem Lehrmodul Methoden und Techniken der Bauerhaltung.

Hochschulpaar II:   

Technische Universität Dresden und Bauhaus-Universität Weimar, Spezialisierung Bauforschung und Denkmalpflege: Vertiefung der architektonischen Entwurfskompetenz durch das Modul Planen in der Denkmalpflege.

Die Lehrveranstaltungen in Deutschland sind speziell für die Teilnahme usbekischer Studierender konzipiert; sie laufen als Extra-Veranstaltungen neben dem normalen Lehrbetrieb. Sie sind jedoch grundsätzlich auch für deutsche Studierende geöffnet.

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